Hey,
es funktioniert wieder alles. Aber lustig schreiben ist heute nicht – Gerade habe ich eine Krone verloren (Der Zacken ist ab!) Die Spannung soll nun aber nicht noch weiter gesteigert werden, sondern wir wollen unsere Geschmacksexplosionen mitteilen. Wir haben uns ja nicht nur einfach so die Mühe eines Trinkprotokolls gemacht.
Das Gelage begann so gegen halb Acht zwischen den Gängen mit einem 15-jährigem Longmorn, der uns auf die Freuden des Abends vorbereiten sollte. Ergebnis: fruchtig (gefälliger ordinärer Honig), cremig, leichte Zitrusfruchtanklänge. Sehr kurzer Abgang, sozusagen Kehlenschnitt.
Vor dem Dessert haben wir die Geschmacksprobe aufgeteilt. Es gab: 12 Jahre alten GlenDronach, GlenGarioch (15 J.) und TheGlenlivet (12 J.). Auch hier gab es noch keine Freudenschreie aus dem Gaumen:
Warm und Weich, “Prickeln” und kurzer Abgang. Kein Lagerfeuer, Blumig, Rotes Holz und kurzer Abgang. Weich, beliebig und sehr kurzer Abgang.
Nach dem Dessert wurde es dann langsam ernst – sprich: wir hatten uns warm getrunken. Den Zehnjährigen Bushmills hat Katja ausgelassen, da sie den ja zur genüge kennt, will heißen es ist nicht mehr viel im Fläschchen. Er zeichnet sich durch seinen herben, pfefferigen, längeren Abgang aus.
Rasch wurde das Bedürfniss nach der ersten Fassstärke des Abends erfüllt. Dieses stellt das Leckerchen nach dem ich in der Nacht fragte. Die Eindrücke des gestrigen Abends hierzu lauten: Kräuter-Geruch. Im ersten sensorischen Moment ein Kräuter-Aroma, welches sich in eine volle runde Glut auflöst und sich mit langer Wärme bemerkbar macht. Das Nachschmecken bringt eine süße Frucht (evtl. Aprikose oder Mirabelle) hervor. U. musste das Glas nachgefüllt werden, um die Erkältung zu bekämpfen.
Nach einer kleineren Pause folgte der erste Islay – ein 12-jähriger Bowmore sollte hier den geschmacklichen Anfang machen. Typischer Insel-Geschmack nach Torf, Schaf und Möwe. Längerer Abgang…
Nunmehr wird der Zettel unleserlicher! (weiterlesen…)
